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»»konzeption
hintergrund in den frühen 70er-jahren machte im deutschsprachigen raum eine alte/neue ‚bewegung’ auf sich aufmerksam, die auch vor der kunst nicht halt machte: der feminismus. kämpferisch und selbstbewusst stellten künstlerinnen ihr frausein und ihr als frau kunst machen in den mittelpunkt der politischen und künstlerischen auseinandersetzung und eroberten neue medien wie performance und video. literatinnen wie elfriede jelinek, ingeborg bachmann und christa wolf, filmemacherinnen wie margarethe von trotta, ulrike ottinger und ula stöckl, musikerinnen wie patricia jünger, olga neuwirth und barbara heller sowie bildende künstlerinnen wie annalies klophaus, Valie export und marina abramović verschafften sich gehör und wurden prägend für die nachfolgende generation. es entstanden in der öffentlichkeit beispielsweise frauenbuchläden, vereine wie „frauen und musik“; frauenringvorlesungen setzten sich mit geschichte und gegenwart von frauen in der wissenschaft auseinander. außerdem wurden viele künstlerinnenorganisationen und -ausstellungen speziell für weibliche künstler gebildet. ziele positionen. 1970 - 2008 stellt die frage in den raum, wie es heute um die feministische perspektive in der kunst steht. dazu werden künstlerinnen eingeladen, die seit den 70er-jahren kunst machen, aber auch jüngere, die diese aufbruchszeit nicht miterlebt und dennoch ihre eigene perspektive entwickelt haben. welche positionen beziehen die eingeladenen künstlerinnen heute zu feministischen inhalten in der kunst? programm die zahlreichen arbeiten von damals und heute werden in einer ausstellung, mit lesungen und konzerten vorgestellt. eine filmreihe im darmstädter programmkino rex, wissenschaftliche vorträge und podiumsdiskussionen bieten ein forum für die frage nach einem alten und neuen feminismaus in der kunst.
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